9. September 2016

Atemtherapie

Atemtherapie wird eingesetzt, wenn Husten und Sekrete das Ein- und Ausatmen stark erschweren und die Kapazität der Lunge, Sauerstoff aufzunehmen, eingeschränkt ist. Oft kann der Alltag aufgrund der Atemnot nicht mehr bewältigt werden.

In der Therapie setzen wir Maßnahmen ein, die das Lungensekret lösen und eine physiologische Atmung anbahnen. Sie lernen dabei unter anderem Selbsthilfetechniken und erhalten ein Eigenübungsprogramm.

Atemtherapie bei Covid-Erkrankung

In der THERAPIERBAR gibt es seit dem Frühjahr 2020 eine 
Corona-Beauftragte. Diesen Part übernimmt Physiotherapeutin Sigrid Novosel: Expertin auf dem Gebiet der Atemtherapie und Geriatrie, mit dem Umgang 
verschiedenster bakterieller sowie viraler Infektions­krankheiten bestens vertraut.

Krankheitsverlauf
SARS-CoV-2 verursacht sehr häufig Atemwegsinfektionen. Es kann sich eine Pneumonie (Lungenentzündung) entwickeln (meist in der 2. Woche), die auch beatmungspflichtig werden kann. Des Weiteren werden auch neurologische, gastrointestinale und Herz-Kreislauf-Symptome beschrieben. Es wird angenommen, dass bei etwa 81% der diagnostizierten Personen die Krankheit mild, bei etwa 14% schwer und bei etwa 5% kritisch verläuft.
Aufgrund der Neuartigkeit des Krankheits­bildes lassen sich noch keine zuverlässigen Aussagen zu Langzeitauswirkungen und
(irreversiblen) Folgeschäden durch die Erkrankung bzw. ihre Behandlung treffen.
Allerdings deuten Studien darauf hin, dass an Covid-19 erkrankte Personen auch Wochen bis Monate nach der akuten Erkrankung noch Symptome aufweisen können.

Durch gezielte Atemtherapie können Lungenschäden nach COVID-19 minimiert werden.
Menschen, die an COVID-19 erkrankt sind und im Krankenhaus behandelt werden mussten, leiden unter einer eingeschränkten Lungenfunktion. Besonders dann, wenn sie künstlich beatmet werden mussten. Bei ihnen ist die Atemmuskulatur geschwächt und muss rasch trainiert werden, um die funktionelle Erholung der Lunge zu fördern.

(Stand: November 2020) Quellen: Robert Koch-Institut, WHO, München Klinik

Atemtherapie hilft bei der Genesung nach Lungenerkrankungen wie Covid-19
„In meiner Tätigkeit als Atemphysiotherapeutin betreue ich hauptsächlich
PatientInnen mit chronisch schweren Lungenerkrankungen.
Sollten PatientInnen nach einer Erkrankung an SARS-CoV-2 Probleme
mit der Atmung haben, kann Atemtherapie äußerst hilfreich sein.
Wir können
atemerleichternde Stellungen lehren, atemvertiefende Techniken
erklären und bei
zuviel Sekret sekretlösende Maßnahmen
zur Anwendung bringen. Zudem gibt es noch die Möglichkeit, muskelaufbauendes Training
und generell konditionsfördernde
Therapien durchzuführen.
Je nach Problematik nach dieser Erkrankung wird an der Rehabilitation gearbeitet.
Mein Ziel ist es, den Patienten so schnell wie möglich wieder zu seiner gewohnten
Stärke und Kraft zu führen und ihn dabei bestens zu unterstützen.”

Physiotherapeutin Sigrid Novosel

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